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Montag, 18. Februar 2019

Happy Birthday to you oder auch "Wo ist das Jahr hin?"

Es ist zwar bereits Februar und somit ist nunmehr mehr als ein Jahr vergangen seit ein kleiner Mann meine Welt auf den Kopf gestellt hat, aber ich komme erst jetzt dazu, mich dazu auch zu äußern. Seit knapp 400 Tagen bin ich Mutter. 400 Tage die so schnell vorbei waren, das ich nicht darüber nach denken möchte. Ein Jahr voller Kreativblockaden, die mich hinderten, meinen Blog weiter zuführen. Zum Schreiben hätte ich genug Themen. Ich könnte von Henry erzählen, von dem Leben mit ihm, unser Leben als Familie und unseren Reisen (schließlich war dies ja einst Sinn und Zweck dieses Blogs...) aber irgendwie lag mein Fokus mehr auf den wirklich wichtigen Dingen. Zum Beispiel auf Henry.

Ich würde meinen Blog gern neu aufleben lassen und mache einfach das, was ich bisher auch getan habe. Ich schreibe einfach drauf los. Ob es immer noch so gut an kommt oder ich jegliches Schreibtalent verloren habe, könnt ihr mir gern mitteilen. Aber wenn´s Schei*e ist, behaltet es für euch. Nein Spaß, immer raus damit ;-)

Muttersein ist eine Liebesgeschichte, die niemals endet.

Unser letztes Jahr war aufregend, abwechslungsreich, emotionsreich und vor allem eins: LEHRREICH! Ich glaube, ich habe noch nie in einem Jahr so viel gelernt. Sei es über das Leben oder über mich. Es ist unglaublich, zu was mein Körper in der Lage ist. Trotz des größten Schlafmangels mit einem von Bauchschmerzen weinendem Kind mitten in der Nacht stundenlang durch die Wohnung zu laufen um den blöden, quer sitzenden Pups rauszulocken und dennoch am Tag die fürsorgliche, wache und funktionierende Mutter zu sein. Wie oft war ich über mich selbst erstaunt...

Jedoch muss ich sagen, dass ich viele Situationen nicht ohne Hilfe gemeistert hätte. Wie oft saß ich verzweifelt auf dem Sofa, weil nichts funktionierte? Weil ich müde war und an mir als Mutter zweifelte. Doch der richtige Mann an meiner Seite zeigte mir, dass ich die perfekte Mutter bin und half mir, wo er nur konnte und tut dies weiterhin. Danke mein Schatz. Du bist und bleibst der beste Papa den sich Henry nur hätte wünschen können.

Wir verbrachten unser Jahr auf vielen Kurzurlauben. Ob in Rostock, Warnemünde, Nürnberg, Fulda oder Berlin. So lernte Henry von Anfang an unsere größte Leidenschaft kennen. Das Reisen. Natürlich am liebsten ans Meer.

Die Welt ist zu groß, um nur an einem Ort zu bleiben.


Unsere größte Reise (bisher) und sein erster großer Urlaub ging mit dem Auto nach Kroatien. Mit zwei Zwischenübernachtungen ging es mit insgesamt 8 Stunden Fahrtzeit (verteilt auf 3 Tage) in die kleine Toskana. Mir war nicht bewusst, wie wunderschön Kroatien ist. Henry meisterte die Fahrt einwandfrei. Beim Thema Auto fahren kommt er ganz nach mir. Noch nicht einmal auf der Autobahn und schon wird stundenlang auf der Rücksitzbank geschlummert und lediglich bei Hunger und Durst aufgeschreckt.

Unsere Reise führte uns in ein schönes, modernes Hotel direkt am Meer nach Istrien in die Nähe von Poréc. An dieser Stelle muss ich noch einmal erwähnen, wie froh ich bin, das wir ein derart großes Auto haben. Unser Auto war, ungelogen, gefüllt bis zum Dach. Ich hatte das Gefühl mit 3 Kindern zu verreisen. So viele Dinge waren im Auto. Und ganz ehrlich? Ich habe an alles gedacht, was Henry betraf. Windeln, Essen, Milch, Lätzchen, Sachen, Medikamente, Schnuller,... aber habe dabei den Großteil für mich vergessen. Zum Glück war Sommer und ich liebe shoppen ;-)
 
Gleich am ersten Abend wurden wir mit den Gepflogenheiten von österreichischen und deutschen, älteren Herrschaften sprichwörtlich überrannt. Der Essenssaal öffnete 19:00 Uhr und da wir dachten, es gäbe bereits ab 18:45 Uhr Essen, standen wir 18:55 Uhr vor dem Saal. Allerdings waren wir nicht die Einzigsten. Gefühlt 30 Leute standen bereits vor der großen Eingangstür und scharrten mit den Hufen. Als das Personal die Türen öffnete, spielte sich eine Szene von "König der Löwen" ab. Und zwar diese, als die Hyänen eine große Herde Gnus in eine Schlucht jagten und dort Mufasa zu Tode trampelten. Die Herrschaften rannten wie die Herde Gnus los. Die einen rannten - oder fuhren mit ihren Rollatoren - zum Büfett um die Ersten zu sein (hier sollte ich erwähnen, dass ständig nach gefüllt wurde und nie einer hungrig wieder ging). Die anderen rannten - oder fuhren ebenfalls - hinaus zu den Plätzen im Garten um einen der wenigen Plätze zu erhalten. Es spielten sich dramatische Szenen ab. Und falls ihr euch fragt, ob wir beim zweiten Abend mit rannten, hier die Antwort:

JA! Wir benutzten sogar den Kinderwagen um Platz zu machen und standen bereits 18:45 Uhr vor dem Essensaal. Allerdings nicht um die ersten am Büfett zu sein sondern um einen Platz im Garten zu erhalten, da die Lautstärke im Saal unerträglich laut war und Henry meistens beim Abendessen schon im Kinderwagen einschlief. Was man nicht alles für das Wohl des Kindes tut...

Die Tage in Kroatien waren ein Traum. Durch das Auto waren wir flexibel und konnten morgens entscheiden, ob wir lieber ein Stück fahren oder einen Tag am Strand machen.

Nach wenigen Tagen fanden wir "Gleichgesinnte", also eine weitere Familie, welche in der Nachbaranlage mit ihren Zwillingen urlaubten. Hätte man uns damals gesagt, welch enge Freundschaft daraus mittlerweile entstanden ist, hätte ich dies nur schwer glauben können, da Südtirol leider nicht gleich um die Ecke liegt. Und dennoch besuchten wir Moni, Hansjörg und die Zwillinge Emely und Jonas über Silvester und merkten sofort wieder "Das hier wird ´ne ganz lange Freundschaft!" Wir freuen uns schon sehr, wenn sie uns im Sommer besuchen und wir unseren Silvesterurlaub erneut in Südtirol verbringen können. Kaserott wird beben :D (Sorry, aber der kleine Insider musste hinein!)

Warum wohnen die tollsten Menschen immer so weit weg?


Zu uns gesellten sich noch eine kleine Familie. Zusammen ergab es das berühmt berüchtigte Bermuda-Kinder-Dreieck, deutlich erkennbar an drei, aneinandergereihten, blauen Strandmuscheln. Und ja, wir verteidigten unser geliebtes Dreieck gegen Handtuchreservierer, die lediglich ihre Handtücher ablegten und den ganzen Tag nicht da waren. Zur Not legten wir unsere Decken, Spielsachen und Kinderwagen so nah an deren Handtücher, dass es uns schon beim hinsehen zu nah war. Zur Verteidigung: Der Platz war einer der wenigen, die so perfekt lagen, dass die Strandmuscheln im Schatten waren aber wir Eltern doch ab und zu die Chance hatten, uns in der Sonne zu bräunen. 

Die Zeit verging viel zu schnell und nach und nach mussten wir uns von allen verabschieden. Im November entschieden wir uns spontan, den Silvesterurlaub in Südtirol zu verbringen und mit sehr viel Glück hatten wir tatsächlich eine kleine aber feine Ferienwohnung gefunden und verbrachten eins der schönsten Silvester die ich je erlebt hatte. 

Mit der Zeit, wird die Zeit immer wichtiger.


So schnell wie der Sommerurlaub vorbei war, war auch das Jahr um und unser erstes Weihnachten als Familie stand an. Wenn ich eins bei diesem Weihnachten gelernt habe, dann ist es, das ich es in diesem Umfang nie wieder tun werde. Wir waren 12 Erwachsene und 4 Kinder im Alter von 1 bis 7 Jahren. Natürlich ausschließlich Jungs. Als es an der Tür klopfte und der Weihnachtsmann kam, war die Aufregung bei allen groß. Sobald es an das Geschenke auspacken ging, waren wir zurück bei der Szene von König der Löwen und der Herde Gnus. Alle freuten sich, packten aus, benötigten Scheren, Geschenkpapier flog umher, Geschenke wollten gezeigt werden und die gesamte Aufregung inkludierte eine wunderbar hohe Lautstärke. Alles, was ich in diesem Moment wollte, war, ganz in Ruhe zu genießen, wie Henry seine Weihnachtsgeschenke auspackte und sich über seine Werkbank und seinen VW-Bulli-Lauflernwagen freute. Stattdessen freute ich mich über unseren großen Sekt-Vorrat um einen halbwegs entspannten Eindruck zu hinterlassen. 

Trotz allem war es ein sehr sehr schönes Weihnachtsfest mit leckerem Essen, irre führenden Geschenkverpackung und der Freude meiner zwei liebsten "großen" Männern, im Sommer gemeinsam zu Olaf Schubert gehen zu können.

Du bist der schönste Zufall meines Lebens.


Weihnachten und Silvester vergingen und somit auch das Jahr 2018. Eines der wohl spannendsten Jahre meines bisherige Lebens. Kurz nach Silvester feierten wir Henrys ersten Geburtstag. Ein Jahr, 365 Tage mit ihm an meiner Seite, 365 Tage an denen ich mich so verändert habe, dass ich unheimlich stolz auf mich sein kann. Wenn ich etwas weiß, dann ist es die Tatsache, dass ich alles wieder genau so machen würde. Okay, ich würde vermutlich ab und zu einen Kaffee mehr trinken oder mir weniger Sorgen machen wollen. Aber ansonsten... bin ich so unendlich stolz auf Henry, auf meine kleine Familie und vor allem auf mich. Ich erfülle meine Jobs als Mutter, Zusatzmutter, Partnerin, Freundin, Hausfrau, Beraterin, Tochter, Schwester und Hochschulsekretärin ganz gut. Wenn ich ein paar Jahre zurück reisen könnte, würde ich meinem öfter mal verzweifelten Anfang-20-jährigem-Ich sagen, dass alles irgendwann Sinn ergibt. So steinig der Weg auch erscheinen mag, so weh manch eine Situation auch tut, so hart manche Worte sein werden. Es wird Sinn ergeben. Und ja, ich bin stolz auf mich.

Be the woman you needed as a girl. 


Wer mich kennt, wird wissen, dass ich seit dem 1. Februar 2019 wieder arbeiten gehe. Meine geliebte und irgendwie zu kurze Elternzeit ist vorbei und Henry geht seit Januar in den Kindergarten. Die Eingewöhnung klappte super, auch wenn es mir sehr schwer fiel (und immer noch fällt) wenn er es kaum erwarten kann, mit seinen Freunden zu spielen und regelrecht traurig ist, wenn wir ihn wieder abholen. Mein neuer Job erfüllt mich. Ich habe liebe Kolleginnen und Kollegen, eine super Einarbeitung und merke, wie mir mein Job zwischen füttern, Windeln wechseln und Wäsche waschen gefehlt hat. Doch zwischen dem doch wieder recht normal wirkendem Alltag ist vor allem eins zurück gekehrt. Mein Fernweh. Das neue Jahr ist ausgeplant mit Urlauben und ja, auch in mein geliebtes Portugal geht es für ein paar Tage zurück. Einen Reisebericht dazu wird es sicherlich geben. Im Sommer fliegen wir zwei Wochen nach Griechenland und in wenigen Wochen werden wir ein paar Tage dorthin fahren, wo es bereits vor zwei Jahres zur gleichen Zeit hin ging. Nach Bremerhaven, zum Geburtstag meiner lieben Nicole. Ich freue mich schon jetzt, meinen drei Jungs die Stadt, das Klimahaus, den Hafen und Dorum zeigen zu können. Zumal diese Stadt mir persönlich sehr viel bedeutet und ohne die ich vermutlich jetzt nicht da wäre, wo ich jetzt bin.

So, ich denke das reicht fürs Erste. Ich belebe diesen Blog neu, versuche mich an meine Reisethemen zu halten aber werde sicherlich den ein oder anderen Schwank aus unserem Leben mit einfliesen lassen. Ich hoffe, ihr bleibt mir weiterhin treu und falls jetzt die Frage bezüglich des Buches kommen sollte, hier meine Antwort: Jajajajajaaa, ich sitze ab und zu dran, notiere Gedanken, Ideen und sammle nützliche Eindrücke. Irgendwann wird es kommen, versprochen. Aber momentan stehen einfach neben dem normalen Wahnsinn zu viele große Dinge an, dass ich mich komplett darauf fokusieren kann. 

Manche Menschen müssen dem Spiegel dankbar sein, dass er nur ihr Äusseres zeigt. 

 

Ps. Update 11 - Abenteuer Portugal 2017 folgt in Kürze...

 

 

 

 

Samstag, 20. Oktober 2018

One Day Baby We´ll Be Old Oh Baby...

Erst als Mutter habe ich verstanden, wie schnell die Zeit verfliegt. Meine Elternzeit ist so gut wie vorbei, ich habe nur noch knappe 3 Monate (inkl. einen Monat Kita Eingewöhnung) die ich definitiv 24 Stunden am Tag mit Henry verbringen kann. Wo ist die Zeit hin? Wieso habe ich die Schwangerschaft und die Elternzeit nicht mehr genossen und mich immer zum nächsten Ultraschall, nächsten vollendeten Monat, dem Geburtstermin, dem Ende der Koliken, dem ersten Lächeln, dem Abstillen, dem ersten Rollen und dem ersten Robben gesehnt? Wieso habe ich diese Momente nicht mehr genossen?

Meine Schwangerschaft war vorbei wie nichts. Ich muss gestehen, ich fande die Zeit als Schwangere anstrengend. Aber im Nachhinein war es (bis auf das ein oder andere Wehwehchen) eine so schöne Zeit. Ich konnte schlafen wann immer ich wollte (Himmel, wie ich das vermisse :-O), ich war mit Lars in Hamburg, Nürnberg, Rostock, Bad Bocklet, Bad Kissingen, Embach,... . Ich habe so viel gesehen aber konnte es kaum erwarten, bis meine dicken Füße, die Tritte von Henry und das schwere atmen endlich ein Ende haben. 





Das warten auf Henry...wow, bei jedem zucken, ziehen oder drücken dachte ich „Endlich! Endlich geht es los!!!“ Ich habe mich so auf die Erlösung gefreut, ohne daran zu denken, das ich das vermutlich nie wieder spüren werde. Die Tritte von innen, zu sehen wie der Bauch Tag für Tag wächst, die Ultraschall Untersuchungen und wie er immer die Hände vor sein Gesicht nahm. Es war doch so so schön. 


Ich wünschte ich  könnten den Moment einfrieren, genau hier, genau jetzt. 

 
Ich habe aktuell schwer damit zu kämpfen mein Baby bald in fast fremde Hände zu geben. Es tut allerdings gut zu wissen, dass er bei jemanden ist, den ich kenne. Denn seine Krippenerzieherin/Erzieherinnen war/waren bereits meine, nur eben vor knapp 26 Jahren. Hoffentlich zerstört mein kleiner Duracell Hase nicht meinen guten Ruf ;-)



Das Glück der Erde liegt nicht nur auf dem Rücken der Pferde ;-)
Dieses Jahr ist so schön und dennoch gab es für mich eine Zeit, die zerrte, mich zum weinen brachte (und mich gerade wieder zu Tränen rührt) und ich von einer meiner Herzensmenschen Abschied nehmen musste. Es fällt mir sehr schwer, darüber zu schreiben. Deswegen zitiere ich an dieser Stelle einfach Teile eines Gedichts von Julia Engelmann, welche alles beschreiben, was ich dazu zu sagen habe.
 
Löwenherz

(...)

Vom Himmel fehlt ein kleines Stück,
ich sehe es von hier,
eine Lücke, die sich nie mehr schließt,
sie hat die Form von dir.
Ich wünschte mir, wir könnten alles haben,
ohne zu verlieren.
Doch niemand wird in tausend Jahren,
wieder sein wie wir.

(...)

Ich träume jede Nacht von dir
und auch davon, wie schön es wär.
Sag mir, habe ich immer einen 
Platz in deinem Löwenherz?
Und ich träum von einem Land für dich, 
in dem du jetzt der König wärst.
Du weißt, du hast für immer einen
Platz in meinem Löwenherz.

(...)

Was bleibt ist deine Liebe,
deine Jahre voller Leben,
das Leuchten in den Augen aller,
die von dir erzählen. 
Millionen Sterne in der Nacht,
und einer aber flimmert 
in der Ferne und verblasst,
doch ich werde ihn erinnern. 


Liebste Omi, du warst die tollste, stärkste und liebste Oma die ich mir je hätte wünschen können. Wir sehen uns wieder, versprochen!

Omas sind wie Mamas. Nur mit Puderzucker.


Genug mit Gefühlsduselei nun! Kommen wir zurück zur Realität. Wer sich fragt, was ich aktuell neben Wäsche waschen, NEIN sagen, Windeln wechseln und aufräumen mache, hier die schnelle und kurze Antwort: Ich hänge in der Warteschleife des Arbeitsamtes.

Ja, ich habe die Ehre, wieder beim Arbeitsamt - Entschuldigung, ich meine natürlich die Bundesagentur für Arbeit (kurz BA) anzurufen, in der Warteschleife zu hängen und dann entweder das Besetzt-Zeichen zu hören oder die qualifizierte Antwort zu bekommen, ich müsse mich direkt vor Ort melden (um dort sicher wieder zu hören "Ja also die Arbeitsuchend-Meldung hätten Sie auch online oder telefonisch abwickeln können!").

Der Gang zum Arbeitsamt ist wie der Weg zum Zahnarzt. Keiner geht dort gern hin. Zumal man jedes Mal mit einem flauen Magen hingeht, ein großes Problem hat, wenn man dahin muss und man Stunden mit warten verbringt. Und wenn man dann ausreichend lang gewartet hat, bekommt man zu hören "Dafür müssten wir einen neuen Termin machen!" WAS ZU HÖLLE SOLL DAS? :D Wofür habe ich gerade 3 Stunden meines Lebens verschenkt? 

Schön wäre es, wenn ich nach meiner Elternzeit entspannt zurück in meinen Job gehen könnte. Aber das Leben dachte sich scheinbar "Nö! Lass sie mal die letzten Monate schön mit Bewerbungen schreiben verschenken!". Alles andere wäre sowieso nicht typisch Lisa ;-) Also sitze ich nun da und schreibe zwischen Babygeschrei und sowieso fehlenden Nerven Bewerbungen. Viele! Sehr viele! Und warum? Ganz einfach:

1. Es gibt kaum Jobs für meinen Beruf,
2. mir fehlt die Motivation in meinen alten Job zurück zukehren,
3. ich würde viel lieber kreativ schreiben und - hiermit kommen wir zum Hauptproblem - 
4. finde ich keinen Job, indem ich meinem Hobby zum Beruf machen kann.

Manchmal braucht man viel Phantasie um der Realität Stand zuhalten.


Wer stellt denn schon jemanden ohne Journalismus Studium oder so bei einer Zeitung, einer Nachrichtenagentur oder gar beim Fernsehen ein? :D An dieser Stelle würde meine Mutti jetzt sagen: "Dann schreib doch ein Buch! Du kannst das, das weiß ich!" Mama, ich liebe dich, die Idee ist super aber es scheitert an der Umsetzung...

Und ja, die Idee für ein Buch existiert tatsächlich seit einiger Zeit. Ein Roman. Voller Leben, Lieben und Lachen. Mitten aus dem Leben und vielleicht auch bei manch einem mitten ins Herz. Aber wie und wann soll ich das endlich mal zu Papier bringen? Mehr als eine Mind-Map im Handy (zum Glück gibt es für jeden Sch**ß mittlerweile eine App) gibt es nicht. Wobei...falsch! Ich habe tatsächlich zwei Bücher mit den versprechenden Titeln "Arbeitsbuch für Schriftsteller" und "Ein Buch schreiben und Autor werden". Wow. Mega. Los gehts...Oh Moment, aus dem Babyphon ertönt ein verlangendes "Mama Mama". Okay verschieben wir das Buch...auf später und später und später ;-)

Ich bin sehr froh, überhaupt gerade die Zeit und die Inspiration für einen neuen Blogeintrag zu haben. Das schreiben fehlt mir, aber oftmals auch die Themen. Also was mache ich nun mit diesem Beitrag? Wieder löschen? Oder knaaaadenlos ausnutzen? Ich nutze ihn aus, was habe ich schon zu verlieren?!

Wer jemanden kennt, der jemanden kennt, der einen Job für eine sehr gute Kauffrau für Bürokommunikation hat, die mittelmäßig gut im kreativen Schreiben ist - dies aber mit voller Leidenschaft tut - kann sich gern bei mir melden. :D 

Tschüssikowski!

Dies könnte als Bewerbungsbild dienen. Oder eben nur dafür, dass ihr wisst, wie ich aussehe :D


Dienstag, 6. März 2018

Time to turn the page

Es ist Anfang März und seit einigen Tagen ist meine kleine eigene Wohnung aufgelöst. Vier Jahre wohnte ich dort. Vier Jahre voller Erinnerungen an GZSZ - an gute Zeiten, schlechte Zeiten (jetzt habe ich mich wohl als Serienfan geoutet). Es ist unglaublich wie viel ich zwischen all den Kisten und Schächtelchen gefunden habe. Fotos, Eintrittskarten, Geschenke. Erinnerungen an vier Jahre.

Wenn man zwei komplette Haushalte zusammen wirft, muss grundsätzlich aussortiert werden. Ich habe noch nie so viel weggeworfen und verkauft wie bei diesem Umzug. Einiges fiel mir wirklich schwer, wie zum Beispiel ein alter Bilderrahmen den ich mal auf dem Trödelmarkt gekauft hatte und ihn unheimlich schön fand. Oder der Verkauf meiner tollen Couch. Gekauft von meinen ersten Azubi-Gehältern für meine damalige erste Wohnung.

Zwischendurch, bei all dem aussortieren und durchstöbern fand ich Sachen, die mich zu einer Pause zwangen. Es waren Dinge wie "Öffnen-wenn-..." Briefe, die ich mal zum Geburtstag erhielt. Das ausräumen meiner Wohnung war eine Art kleine Zeitreise, in der ich auch unbewusst mit der Vergangenheit abgeschlossen habe.

Mit der Geburt meines Sohnes kam nicht nur ein neuer kleiner Mensch auf die Welt. Der kleine Mensch veränderte meine komplette Welt. Ich merkte schon während der Schwangerschaft, wie ich mich nach und nach änderte. Die Sichtweise auf viele Dinge sind nunmehr völlig verschieden.

In den letzten vier Jahren kamen viele Menschen in mein Leben. Einige gingen nach kurzer Zeit, einige sehr plötzlich und unerwartet, bei einigen traf es mich mehr, bei anderen weniger. Doch mit einem Verlust habe ich mich bis heute noch nicht abgefunden.

Durch das Leben - wie es nun einmal ist - habe ich eine meiner wichtigsten Bezugspersonen verloren. Und nur weil wir beide sturköpfig waren, nur unsere eigene Meinung als die Richtige ansahen und nur die Fehler des jeweiligen anderen wahr nahmen. Und zwischen all dem Ärger, der angespannten Situation und der ein oder anderen bösen Nachricht haben wir das Wichtigste vergessen. Die vielen Momente in denen wir vor lachen nicht mehr atmen konnten, durchfeierte Nächte wo wir danach noch stundenlang am Bordstein saßen und über Gott und die Welt redeten während im Hintergrund die Sonne aufging, Abende am Lagerfeuer, Muskelkater von JustDance, vernichtete Weinflaschen und "Weißt-du-noch-damals-in-der-Schule-Geschichten".

Unser letztes Aufeinandertreffen war kurz und kühl. Ich schob es auf den Zeitmangel und die wartenden Kinder in meinem Auto. Dabei war es ledigleich meine Unsicherheit und der Fakt, das ich mit der Situation überfordert war. So lange hatten wir uns nicht gesehen geschweige denn miteinander geredet.

Es ist ein Irrsinn, so etwas weg geworfen zu haben wenn es doch so unendlich viele schönere Zeiten gab. Was ist ein Streit, der eigentlich nur durch Missverständnisse und Unverständnis beider Seiten ausgelöst wurde denn gegen 15 Jahre Freundschaft mit sowieso schon vielen Höhen und Tiefen?

Im letzten Jahr gab es unzählige Momente, die ich mit dieser Person gern geteilt hätte aber mein Sturkopf mir im Weg stand. Ich hoffe sehr, das diese Person diesen Beitrag ließt und dies als Art Friedensangebot an nimmt. Getreu dem Song von SAM "Neustart" zudem wir beim Konzert und bei unseren privaten Tanzeinlagen daheim voll abgingen.

"...einfach von vorne, einfach alles vergessen, über die alten Zeiten einfach nur lächeln. Es geht so einfach, drücke Stop, Neustart, Stop, Neustart, Stop, Neustart..."


Meine Tür steht offen, mein Herz ist für eine Freundschafts-Reunion bereit und unser Lieblingswein steht für ein längst überfälliges klärendes Gespräch bereit. 

 

Samstag, 24. Februar 2018

Ich bin wieder da...

Lang lang ist mein letzter Beitrag her. Was der Grund für meine Pause war, kann sich sicherlich jeder denken. Anfang Januar erblickte unser Sohn endlich das Licht der Welt und seitdem steht unsere Welt Kopf.
 
Ich bin fleißig am Schreiben von neuen Beiträgen. Unter anderem über die bisherige Zeit mit Henry, meine Vorsätze aus dem letzten Blogbeitrag und der neuen geplanten Reise ans...wer hätte das gedacht...ans Meer.
 
Allerdings ist die Zeit, die ich sonst zum schreiben genutzt habe, vollgestopft mit Windeln wechseln, in den Schlaf wiegen, Bäuchleinmassage, Stillen und Haushalt bewältigen. Und wenn ich wirklich mal Zeit habe, nutze ich diese meistens mit geschlossenen Augen auf dem Sofa. Jaja, Mama sein ist ein Vollzeit Job. Aber der wohl am besten bezahlteste. Denn zwischen all dem Stress, dem wenigen Schlaf und der Erschöpfung ist ein erleichterndes Bäucherchen, ein Lächeln und ein Kichern mehr wert, als alles andere.
 
Also bitte verzeiht mir diese kleine aber notwendige Blog-Pause. Ich genieße einfach jede Sekunde mit meinen Jungs.
 
 

Sonntag, 31. Dezember 2017

365/365

Silvester ist stets der Moment, indem man auf das vergangene Jahr zurück blickt. Auf die Dinge, die man getan hat, die man nicht getan hat, Ereignisse, Begegnungen und Momente, die man nie vergessen wird. Die das Jahr zu dem gemacht haben, was es war.

Vor einem Jahr feierte ich mit Freunden in das neue Jahr. Wir zogen von WG-Party zu WG-Party bis wir am Feld mit Blick auf Dresden die bunten Farben der Raketen und Böller beobachteten. Freudenschreie, Neujahrskuss, Neujahrsglückwünsche. Im Grunde genau so ein Silvester, wie ich es immer mal erlebt haben wollte. 

Das Jahr schritt voran, einige Begegnungen im neuen Jahr sollten nicht nur mein Leben komplett auf den Kopf stellen. Mein Unfall mit dem Roller und der Tatsache, ich werde Mutter, die Einschulung meines Neffen und die bittere Feststellung...die Zeit vergeht viel zu schnell. Kaum geboren, schon geht's für ihn in die Schule und Weihnachten ließt er die Namen auf den Weihnachtsgeschenken vor. Dann mein Trip nach Portugal. Anders als erwartet. Nicht schlechter aber anders. Vor Ort dann die Überraschung...jemand reist mir knappe 2.300 Kilometer hinterher, nur weil er mich vermisst. Mich, die doch noch völlig überfordert mit ihrer Bald-Mutter-Rolle ist, vielleicht auch der Nicht-Schwangeren-Zeit hinterher weint und sich sowieso noch mehr auf Reise befindet als einen sicheren Hafen zu suchen. Aber der Hafen, der wie aus dem Nichts auftauchte, war der Richtige.
 

Meine Hand ist nicht leer, solange sie deine hält.


Die Überlegung, meine Wohnung zu kündigen und trotz der doch recht kurzen Dauer zusammen zuziehen, wurde so spontan von meinem Herzen entschieden, das ich zwischenzeitlich selbst nicht wusste, was ich da tat. Mein Bauch wuchs Woche für Woche, die Tritte und somit die Vorfreude auf meinen Sohn wurden immer größer. 

Der Sommer ging, der Herbst ging und nun stehe ich auf unserem Balkon. Mein Blick schweift über Dresden bis hinter zu den Lichtern in der Sächsischen Schweiz. Silvester werden wir, als Familie, hier verbringen. In gemütlicher Runde zwischen gutem Essen, lustigen Spielen und alkoholfreiem Wein. Schließlich ist trotz Entbindungstermin vor 4 Tagen kein Auszug meines Mini-Mannes abzusehen. 

Alles richtig machen im Leben? Soweit kommt´s noch!


Ein Jahr. Lediglich 365 Tage und alles ist mehr als anders. Nicht nur bei mir. Verlobungen, Hausbau, Schwangerschaften, Geburten und Abschiede. Selbst in meinem Familien- und Freundeskreis ging es ordentlich ab. Ich bereue keine meiner Entscheidungen in diesem Jahr. Es kam alles so, wie es kommen sollte. Und nur weil beim abspielen meiner Musikliste (ein Hoch auf Spotify, das jedes Jahr wieder meine TOP 100 Songs sammelt und zu einer Playlist zusammen bastelt) Erinnerungen auftauchen, die vielleicht die ein oder andere Träne fließen lassen, heißt das noch lange nicht, ich vermisse etwas. Im Gegenteil. Ich bin froh dass das Jahr so geschah. Ich erfülle vielleicht nicht immer die perfekte Rolle der Tochter, Schwester, Mutter und Freundin. Aber perfekt ist doch sowieso schon lange out. ;-)

Ein großes Danke noch an dieser Stelle an meine Familie, meine Freunde, alle Leser dieses Blogs und alle anderen, die mich dieses Jahr begleitet haben und mich trotz einiger Stolpersteine immer unterstützt haben. Ihr seid das größte Geschenk, das man sich wünschen kann!

Und da es jedes Jahr auf´s neue gefragt wird: Meine Vorsätze beinhalten lediglich das Wiederbeleben meines Blogs, endlich eine ordentliche Nähmaschine kaufen, das nähen (wieder) lernen und meinen Sohn mit all der Liebe zu beschenken, die ich nur haben kann. In diesem Sinne: auf ein wundervolles neues Jahr! :)

Wunder erleben nur diejenigen, die an Wunder glauben.

Freitag, 8. September 2017

Ich bin wieder hier, in meinem Revier...

Der erste Beitrag nach meinem Urlaub. Wie ich weiß und bereits gehört habe, warten einige schon sehnsüchtig darauf. Es gibt so viel zu berichten aber irgendwie fehlte mir die Schreiblust und vermutlich auch ein wenig Inspiration. Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Zumal ich auch endlich die neue Rubrik eröffnen kann. Aber alles nach einander. Bevor ich über meine Reise durch Portugal berichten kann, muss ich noch eine Sache loswerden. Das Thema der neuen Rubrik. *Trommelwirbel* Also, für alle die es bisher noch nicht wussten oder gesehen haben: Ich werde Mutti. Sogar schon in wenigen Wochen. Die Zeit rast aber ich habe natürlich die letzten Monate alles festgehalten und notiert. Mein Sohn wird bereits Ende des Jahres auf die Welt kommen und mein Leben um 180 Grad drehen. Ich dachte mir, diese kleine aber feine Veränderung sollte ich mit euch teilen, bevor ich von meiner Reise berichte. Schließlich war dies ja auch auf Grund des wachsenden Bauches ab und zu eine größere Herausforderung als geplant. 

Ich werde zu erst den Beitrag zur Rubrik "Unplanned" online stellen und mich am Wochenende weiter mit meinem Beitrag zu meinem Abenteuer Portugal widmen. Viel Spaß beim lesen und...danke das es euch gibt! Die 9.000 war schon lange geknackt als ich nach meinem Urlaub mal wieder selbst auf den Blog schaute. Ihr seid irre!!! :)

Dienstag, 25. Juli 2017

Der hier geht an Euch...

Dieser Beitrag geht an Euch. Er ist für Euch, über euch und vor allem dank Euch.

Ich sitze gerade an meinem Handy und bin sprachlos. Das bin ich selten, da meine große Klappe immer irgendwie einen dummen Spruch aus dem Nichts zaubern kann. Das klappt recht gut, da mein Mund oft schneller redet, als mein Kopf denken kann. Ab und zu sehr lustig, oftmals aber auch unangepasst. Gerade auf Arbeit.


Es kostet nichts, dankbar zu sein, doch es ändert einfach alles.



Egal, ich schweife ab. Zurück zum Beitrag. Zu EUREM Beitrag. Gestern habt allein Ihr aus dem Nichts innerhalb weniger Minuten die 5.000 Marke geknackt. Der Beitrag ist noch keine 24 Stunden online und wir sind schon fast bei der 5.500 angelangt. Gut, Klicks sagen nicht viel aus. Was mich am meisten sprachlos macht, sind eure Reaktionen. Die Nachfragen, wann ein neuer Beitrag online kommt, die Fragen, um was es sich handeln wird, das Mitfiebern und das aller krasseste (es passt gerade nur dieses Wort) eure schriftliche und mündliche Resonanz der letzten Monate. Der Leserkreis ist so unglaublich groß. Von Freunden aus Bremerhaven, Norwegen und alten Schulfreunden bis hin zu Arbeitskollegen. Ich kann es nur schwer glauben. Gerade erreichte mich wieder eine Nachricht. Um euch zu danken, hier mal ein paar Auszüge von einigen Nachrichten:

"Ich finde den Blog Eintrag richtig gut!!! Du bist einfach direkt und sagst das, was du denkst. 100 prozentig!" von Luisa


"Mensch, deine Beiträge sind echt gut. Und es kommt auch an bei den Leuten. Du kannst so gut formulieren. Von wem hast du das nur?" von meiner Mutti


"Ums kurz zu machen: Ich lese deinen Blog von Anfang und lese ihn unfassbar gern. Du hast wirklich eine Gabe deine Gedanken in wundervollen Worten aufs Papier zu bringen und ich freu mich jedes Mal auf den Nächsten, Lisa! Ich finde es großartig!" von Jana


Okay, manche denken jetzt vielleicht "Ja Mutti sagt immer etwas Gutes, das zählt nicht." Aber Mutti, wenn du das hier ließt, weißt du, was es mir bedeutet, wenn du so etwas sagst.

Es wäre zu  viel, jetzt alles aufzulisten. Aber ich danke euch. Ich weiß nicht wirklich, was ich sagen soll. Zumal das alles nur anfing, weil ich meinen Kaffee über mein Notizbuch im Zug auf dem Weg von Bremen nach Hamburg kippte und mir da die glorreiche Idee kam, es doch lieber virtuell festzuhalten.

Der Zufall geht Wege, da kommt die Absicht nicht hin.


Ich werde hier bald eine neue Rubrik eröffnen, ein neues und spannendes Thema. Ich hoffe, ihr werdet auch diese Beiträge gern lesen und mir die Chance geben, euch ab und zu ein Lächeln ins Gesicht zaubern zu können.

In Portugal werde ich nicht jeden Tag die Chance haben, einen Beitrag zu verfassen. Die portugiesischen Tastatur kennt kein Ä, Ö und Ü. Das sieht weder schön aus, noch kann ich dann gewohnt in meiner normalen Geschwindigkeit alles tippen. Außerdem möchte ich auch ein paar Stunden ohne WLAN, Handy und E-Mails verbringen. Aber ich verspreche euch, ich sammle alle Gedanken und Erinnerungen so gut es geht, notiere alles und aller aller aller spätestens am Ende meiner Reise erwartet euch ein ausführlicher Bericht.

Wer jetzt denkt, bis zur Rückkehr wird es still auf dieser Seite, dem nehme ich diese Angst. Ich stecke mitten in den Vorbereitungen und an denen lasse ich euch natürlich Teil haben :)

DANKE DANKE DANKE




Montag, 17. Juli 2017

Über Energieschenker und Glückssprüher...

Mein letzter Beitrag handelte von Energieräuber und Giftsprüher. Zeit, sich genau dem Gegenteil mal zu widmen und mal über die tollen Menschen zu schreiben, die einen tagtäglich das Gefühl geben, wie toll das Leben ist und wie wundervoll die Kleinigkeiten sind.

Es dauert nicht mehr lang, bis ich endlich Urlaub habe. Ein paar Tage danach steige ich in Dresden in den Flieger und stürze mich in mein Abenteuer 2017. Natürlich schön mit Fensterplatz, Essen und viiiel Beinfreiheit. Man gönnt sich ja sonst nichts. Schließlich habe ich lang genug darauf warten müssen und billig waren die Flüge auch nicht. Aber hey...ich fliege mit Lufthansa ;-)

Reisen ist ein guter Weg, Geld auszugeben und dennoch reicher zu werden.


Die ersten Freunde von mir kehren aus ihrem Sommerurlaub zurück und berichten von ihren tollen Tagen am Meer, in den Bergen und am Ende der Welt. Viele sind sichtlich traurig, das bereits alles schon vorbei ist und beneiden mich um meinen noch anstehenden Trip. Ja, das ist nun mein Vorteil. Ich musste lange warten aber bin dann im Urlaub, wenn die meisten ihren Jahressommerurlaub schon hinter sich haben.

Zurück zum Hauptthema. Energieschenker und Glückssprüher. Mein absoluter Energieschub kam am Donnerstag. Als IHR innerhalb von wenigen Stunden tatsächlich die 3.500 Marke geknackt habt. Ich bin guter Dinge, dass mit diesem neuen Beitrag wir die 4.000 knacken und nach meinem Urlaub aus der 4 eine 5 geworden ist. Die vielen Nachrichten per Whatsapp, Facebook und sogar per Anruf zum Beitrag waren überwältigend. Kaum zu glauben, dass das hier wirklich jemand ließt und ich Nachrichten mit  "Ich finde den Blog Eintrag richtig gut!!! Du bist einfach direkt und sagst das was du denkst. 100 Prozentig!" bekomme (Danke Luisa!).

Through you, I believe in myself & my ability to succeed.


In den letzten Tagen habe ich sooo viele Energieschenker und Glückssprüher getroffen. Ob es meine Mutter war, die eine super Idee für den nächsten Sommerurlaub hatte, mein Cousin, der mich spontan mit zum einkaufen nahm, meine zwei Lieblings-Jungs die mich vom Sofa zerrten und zum Billardabend überredet haben oder einfach ein langer, entspannter Tag an der Elbe mit anschließendem Spaziergang durch die Altstadt von Dresden und der Möglichkeit, nach Jahren mal wieder die Frauenkirche von innen zu sehen (jedes Mal wieder wie ein kleiner Städtetrip...ich liebe meine Stadt einfach). Und dann die morgendliche Sprachnachricht von Nicole, die so voller Freude und Glück war, dass ich nicht glauben konnte, das Montag ist und ich es immer wieder schade finde, dass wir sooo weit auseinander wohnen. Aber im nächsten Leben lernen wir uns eher kennen und wohnen keine 560 km entfernt! Versprochen!!!

Während dir die einen das Gefühl vermitteln, nie zu genügen, zeigen dir andere,  dass du einzigartig, wertvoll und wichtig bist.


Der Abstand von meinen persönlichen Energieräubern tut gut und war bitter nötig. Ich war voller Wut über die Dinge, die erzählt werden, die Unwahrheiten und über Dinge, die frei erfunden sind und dennoch bei anderen der Wahrheit entsprechen. Voller Wut über Kopf-Entscheidungen, die andere getroffen haben, ohne nur einmal auf ihr Herz zuhören.

Wie gern würde ich wie damals im Kindergarten einigen die Schippe voll mit Sand über den Kopf brezeln. Einfach, weil es der ein oder andere verdient hat und es beim denken bekanntlich hilft. Falls ihr jetzt denkt, ich habe so was tatsächlich gemacht und ich war voll das Gangster Kind, vor dem sich alle im Kindergarten gefürchtet haben...nein war ich nicht. Lieb und brav, so wie immer ;-) Ich bin eher die, die nach Hause geht, schlimme 2000er Smash-Hits an macht und ihre Wut wie Meredith Grey bei Greys Anatomy weg tanzt.

Ich weiß, dass das, was ich tue und mache, gut ist. Ich bin gut in meinem Job, dieser Blog ist erfolgreich und irgendwann werden alle Zweifler das Nachsehen haben. Ich muss mich erst noch finden und ein paar Umwege gehen. Aber ich weiß, dass ich Erfolg haben werde. Egal wo ich an komme, ich weiß, es wird gut. Weil ich es kann. Weil ihr mir das Gefühl gebt, es zu können! Die nächsten Monate werden nicht einfach aber ich packe das. Da kann mir noch so oft irgendein Klugscheißer unter die Augen treten und meinen "Das schaffst du nie allein, das ist nicht möglich!" 

Immer wieder Anlauf nehmen, mit vollem Herzen los rennen...


Das Leben hat mit gezeigt, dass man Loyalität nicht kontrollieren kann. Egal wie gut du zu Menschen bist, es bedeutet nicht, dass sie dich genauso behandeln. Egal wie wichtig sie dir sind, es bedeutet nicht, dass sie dich genauso wertschätzen. Egal wie sehr du anderen vertraust, es heißt nicht, dass sie dein Vertrauen verdienen.

Umso schöner, Menschen wie euch zu kennen! :)

 


 


Donnerstag, 13. Juli 2017

Über Energieräuber und Giftsprüher...oder auch Update 5

Dieser Beitrag war nicht geplant. Er fällt absolut aus der Reihe der oben aufgereihten Themen. Weder geht es hier um Portugal noch um Meeresreisen oder Meer-Gedanken. Ja okay, vielleicht doch wieder ein Beitrag über Gedankengänge. Oder eher neue Erkenntnisse. Aber irgendwie passt er auch zum Thema Abenteuer Portugal 2017. Ach, ich lass ihn euch einfach selbst einordnen.

Meine Batterien sind leer. Mein Akku ist aufgebraucht und mein Körper musste mir dies erst mit einem Totalausfall deutlich machen. Ich bin müde. Weniger vom Job oder dem Alltag. Eher von den Menschen, mit denen ich mich, obwohl ich es versuche zu umgehen, immer wieder abgebe. Mit den negativen Menschen. Wir alle haben tagtäglich mit negativen Menschen zu tun. Ob es im Job, im Alltag oder beim Hobby ist. Es gibt immer mindestens eine Person, die allein durch ihre Anwesenheit dir deine ganze positive Energie raubt. Sie geben dir das Gefühl, dass du eigentlich nur weg rennen möchtest. Menschen, die in Selbstmitleid verfallen, manipulieren, lügen und schwätzen. In allem das Negative sehen und es auch noch ansprechen. Es uns regelrecht unter die Nase halten. Es liegt an uns, wie wir auf solche Menschen reagieren. Lassen wir uns von ihnen mitreißen, neigen wir dazu, selbst so zu werden.

Negative Menschen brauchen Drama, als ob es Sauerstoff wäre.


Wer mich kennt, weiß, dass ich ein recht positiv eingestellter Mensch bin. Das hab ich von meinem Dad. Der hat immer gute Laune. Ich weiß noch, wie er Morgens, als ich noch daheim gewohnt habe, im Bad stand. Mit so viel gute Laune, die hätte für 10 Töchter gereicht. Lachend und tanzend stand er vor mir. "Was ist denn los? Lach doch mal! Komm, wir tanzen eine Runde durch die Wohnung!" Als notorischer Morgenmuffel mein absoluter Alptraum. Im Nachhinein der schönste Wecker, den ich mir hätte wünschen können. Und ja, er hat mich stets zum lachen gebracht. Selbst 6:00 Uhr morgens vor einer 4 stündigen Mathe Klassenarbeit. Applaus für dich, Daddy!

Es gibt Menschen, die überall etwas suchen, was sie aufregt. Und solche, die etwas suchen, was sie inspiriert.


So langsam fehlt mir aber die Inspiration. Ich bin zu oft mit negativ eingestellten Menschen zusammen und unbewusst baut sich in mir diese notorische Unzufriedenheit auf. Etwas, was ich so von mir nicht kenne und wo ich dringend die Reisleine ziehen muss. Und das werde ich. Ich habe nun ein paar Tage eher Urlaub und bin in den nächsten Wochen nur mit Menschen verabredet, die mir gut tun. John zum Beispiel. Mein Tanz-Sonnenstrahl-Bär. Ich muss nur an ihn denken und bekomme super gute Laune. Open-Air Theater mit meiner Schwester, Abendessen mit meiner Blogger-Inspiration Surfbrettjesus alias Thomas.

Ich muss in Zukunft bewusst Abstand von denen nehmen, die mich mit Ihrer Art jedes Mal wieder runter ziehen. Härter sein, Konsequenzen ziehen und aufhören zu denken, ihre Art mit Verständnis und Mitgefühl ändern zu können. Ich brauche neue Energie von Menschen, die mir gut tun. Wer bei mir sein möchte, zeigt mir dies. Wer es nicht möchte, wird nicht länger Teil meines Lebens sein. Das mag egoistisch klingen, aber aktuell bleibt mir nichts anderes übrig. Ich merke, dass ich mich wieder selbst verliere. Und das MUSS ein Ende haben. Selbst wenn ich diese Personen bei Whatsapp, Facebook und Instagram blockieren muss. Gedanklich sind sie schon längst Opfer meiner Ziegelstein-Wurf-Attacken geworden. Aber natürlich nur gedanklich! :) 

Nicht jeder Mensch, den du verlierst, ist auch ein Verlust.


Noch 26 Tage und ich merke, es wird Zeit. Zeit für mich. Zeit, zurück zu finden. Zu meinem positiven Ich. Weit weg von Terminstress, dem Gerede und all den Katastrophen, die gar keine sind. Zurück zur portugiesischen Leichtigkeit. Stundenlang am Strand entlang laufen. Ohne Handy, ohne Uhr, ohne Termine, ohne alles. Vergesst nicht: 

There are good times and there are good times...


Und jetzt an alle negativ eingestellten Menschen: geht weg, ihr nervt :D 

Mittwoch, 5. Juli 2017

Pläne. Die Running Gags des Lebens...

Alles fing eigentlich damit an, dass sich mein Leben dazu entschied, andere Wege zu gehen. Andere, als ich es die letzten Jahre geplant hatte. Ein tiefer, gefühlt nie endender Fall aus meiner Wiege der Sicherheit führte zum Anfang meines persönlichen Neuanfanges. Ich habe nie an Schicksal geglaubt, aber was mir die letzten Monate widerfahren ist, lässt mich an Zufall nicht mehr richtig glauben. Irgendwas in diesem Universum hat einen Plan für jeden Einzelnen von uns. Und auch wenn wir die Wege, die wir manchmal gehen müssen, nicht verstehen oder sie unendlich weh tun, wir werden immer wieder auf den richtigen Weg gebracht. Auf UNSEREN Weg.

Ich glaube, wenn man einmal an seinem persönlichen Tiefpunkt angelangt ist und sieht, was es mit einem macht, fängt man automatisch an, sich zu Fragen "Will ich das?" Drei Wörter die einem unscheinbar vorkommen aber beim auseinander nehmen der einzelnen Wörter unheimlich viel auslösen.

WILL ich das?

Will ICH das?

Will ich DAS?


Nein. Ich WILL das nicht. ICH will das nicht und ich will DAS nicht. Bisher gestaltete ich meine Pläne immer nach dem Kopf. Nach der Vernunft. Nach dem, was der Gesellschafft gefällt und was "rein passt" Schule, Ausbildung, Job, Freund, Heirat, Kinder, Haus, gemeinsam alt werden. Im Nachhinein finde ich diesen "Plan" so unendlich langweilig. Alles ist so vorhersehbar. Vorhersehbar langweilig altbacken.

Es ist vielleicht nicht die einfachste Entscheidung, auf seine Gefühle zu hören, aber es ist immer die ehrlichste.


Wieso immer selbst alle möglichen Entscheidungen treffen statt mal dem Leben diese zu überlassen? Ich mein schließlich haben wir doch täglich genug Entscheidungen zu treffen. Helle Jeans oder dunkle Jeans? Mit dem Fahrrad oder der Bahn zur Arbeit? Belegtes Brötchen mit Käse oder Schinken? Zum Feierabend Sofa oder raus in die Natur? Abends Tatort oder Netflix? Heute Abend oder morgen früh Haare waschen? 


Das sind doch genug belanglose Dinge, die wir jeden Tag entscheiden. Wieso den Rest dann nicht dem Zufall widmen? Das mag kompliziert klingen, aber es ist mehr als einfach. Okay, es gehört ein Stück Mut und Leichtsinn dazu. Sobald man aber den inneren kleinen Hippi geweckt hat, ist es so leicht wie Butterbrot schmieren. 

Lasst mal mehr an uns selbst glauben.


Aber...manche Entscheidungen im Leben sind keine Entscheidungen. Auch wenn es für viele so scheint. Bei vielen Dingen geht es um die persönliche ethische Frage. Wenn man zu einer bestimmten Sache eine Grundeinstellung hat, gibt es keine Entscheidung zu fällen. Auch wenn es unheimlich viel Mut kostet. Belohnt wird man mit Leichtigkeit. Wenn man Leichtigkeit verschenken könnte, würde ich vielen Menschen etwas von meiner abgeben. Ich musste meine innere Leichtigkeit auch erst finden und mein kleiner Hippi in mir musste zum Leben erweckt werden. Vielen fehlt sie einfach.

Ich will keinen Mann mit einem perfekten Plan vom Leben.
Lieber´nen Spinner, der mit mir nachts schief singend durch die Straßen tanzt!


Du bekommst eine Abfuhr von einem Typen, weil er mit einer Sache, die dein Leben für dich entschied, nicht klar kommt? Du passt damit nicht in seinen Plan? Ja, is scheiße und tut weh. Aber dann war er wohl doch nicht so toll und das perfekte erste Date dann doch nicht so perfekt. Du bekommst deinen Traumjob nicht? Na wer weiß, was du für Kollegen gehabt hättest! Deine geplante Gartenparty fällt dank Dauerregen sprichwörtlich ins Wasser? Rückt näher zusammen, bekomm eine Dusche vom aufgestellten Pavillion und tanz mit deinen Lieblingsmenschen zu den Backstreetboys im Regen! Dich kann jemand nicht sonderlich gut leiden und lässt es dich immer wieder spüren? Tja, das ist sein Problem. Nicht deins. Nimms leicht, das sind alles belanglose Dinge, die nichts über dich oder dein Leben aussagen. Wie besingt es Bosse so schön in seinem Lied "So oder So":

"Das Leben ist bitter und süß wie Feigen
Du musst runterkommen und dich entscheiden
Zwischen hinterherrennen und gelassen
Ich mein' unverkrampft die Dinge kommen lassen"

Jeden Tag schreibt das Leben einen neuen, einzigartigen Tag für uns. Wir können nichts weiter tun, als ein wenig zu lenken aber sonderlich viel Einfluss haben wir nicht. Zum Glück!

Und hier mein obligatorischer Abschlusstipp: plant weniger, weckt euren inneren kleinen Hippi und lasst ihn durch euer Leben tanzen. Wer weiß, wem ihr alles begegnet, was ihr erlebt und wie schnell ihr lernt, dass Veränderungen zwar Mut kosten aber ihr mit Leichtigkeit belohnt werdet. Und jetzt...

Schuhe aus und ab ans Meer!


Und hier noch der Link zum Song. An machen, laut aufdrehen und los tanzen!