Montag, 17. Juli 2017

Über Energieschenker und Glückssprüher...

Mein letzter Beitrag handelte von Energieräuber und Giftsprüher. Zeit, sich genau dem Gegenteil mal zu widmen und mal über die tollen Menschen zu schreiben, die einen tagtäglich das Gefühl geben, wie toll das Leben ist und wie wundervoll die Kleinigkeiten sind.

Es dauert nicht mehr lang, bis ich endlich Urlaub habe. Ein paar Tage danach steige ich in Dresden in den Flieger und stürze mich in mein Abenteuer 2017. Natürlich schön mit Fensterplatz, Essen und viiiel Beinfreiheit. Man gönnt sich ja sonst nichts. Schließlich habe ich lang genug darauf warten müssen und billig waren die Flüge auch nicht. Aber hey...ich fliege mit Lufthansa ;-)

Reisen ist ein guter Weg, Geld auszugeben und dennoch reicher zu werden.


Die ersten Freunde von mir kehren aus ihrem Sommerurlaub zurück und berichten von ihren tollen Tagen am Meer, in den Bergen und am Ende der Welt. Viele sind sichtlich traurig, das bereits alles schon vorbei ist und beneiden mich um meinen noch anstehenden Trip. Ja, das ist nun mein Vorteil. Ich musste lange warten aber bin dann im Urlaub, wenn die meisten ihren Jahressommerurlaub schon hinter sich haben.

Zurück zum Hauptthema. Energieschenker und Glückssprüher. Mein absoluter Energieschub kam am Donnerstag. Als IHR innerhalb von wenigen Stunden tatsächlich die 3.500 Marke geknackt habt. Ich bin guter Dinge, dass mit diesem neuen Beitrag wir die 4.000 knacken und nach meinem Urlaub aus der 4 eine 5 geworden ist. Die vielen Nachrichten per Whatsapp, Facebook und sogar per Anruf zum Beitrag waren überwältigend. Kaum zu glauben, dass das hier wirklich jemand ließt und ich Nachrichten mit  "Ich finde den Blog Eintrag richtig gut!!! Du bist einfach direkt und sagst das was du denkst. 100 Prozentig!" bekomme (Danke Luisa!).

Through you, I believe in myself & my ability to succeed.


In den letzten Tagen habe ich sooo viele Energieschenker und Glückssprüher getroffen. Ob es meine Mutter war, die eine super Idee für den nächsten Sommerurlaub hatte, mein Cousin, der mich spontan mit zum einkaufen nahm, meine zwei Lieblings-Jungs die mich vom Sofa zerrten und zum Billardabend überredet haben oder einfach ein langer, entspannter Tag an der Elbe mit anschließendem Spaziergang durch die Altstadt von Dresden und der Möglichkeit, nach Jahren mal wieder die Frauenkirche von innen zu sehen (jedes Mal wieder wie ein kleiner Städtetrip...ich liebe meine Stadt einfach). Und dann die morgendliche Sprachnachricht von Nicole, die so voller Freude und Glück war, dass ich nicht glauben konnte, das Montag ist und ich es immer wieder schade finde, dass wir sooo weit auseinander wohnen. Aber im nächsten Leben lernen wir uns eher kennen und wohnen keine 560 km entfernt! Versprochen!!!

Während dir die einen das Gefühl vermitteln, nie zu genügen, zeigen dir andere,  dass du einzigartig, wertvoll und wichtig bist.


Der Abstand von meinen persönlichen Energieräubern tut gut und war bitter nötig. Ich war voller Wut über die Dinge, die erzählt werden, die Unwahrheiten und über Dinge, die frei erfunden sind und dennoch bei anderen der Wahrheit entsprechen. Voller Wut über Kopf-Entscheidungen, die andere getroffen haben, ohne nur einmal auf ihr Herz zuhören.

Wie gern würde ich wie damals im Kindergarten einigen die Schippe voll mit Sand über den Kopf brezeln. Einfach, weil es der ein oder andere verdient hat und es beim denken bekanntlich hilft. Falls ihr jetzt denkt, ich habe so was tatsächlich gemacht und ich war voll das Gangster Kind, vor dem sich alle im Kindergarten gefürchtet haben...nein war ich nicht. Lieb und brav, so wie immer ;-) Ich bin eher die, die nach Hause geht, schlimme 2000er Smash-Hits an macht und ihre Wut wie Meredith Grey bei Greys Anatomy weg tanzt.

Ich weiß, dass das, was ich tue und mache, gut ist. Ich bin gut in meinem Job, dieser Blog ist erfolgreich und irgendwann werden alle Zweifler das Nachsehen haben. Ich muss mich erst noch finden und ein paar Umwege gehen. Aber ich weiß, dass ich Erfolg haben werde. Egal wo ich an komme, ich weiß, es wird gut. Weil ich es kann. Weil ihr mir das Gefühl gebt, es zu können! Die nächsten Monate werden nicht einfach aber ich packe das. Da kann mir noch so oft irgendein Klugscheißer unter die Augen treten und meinen "Das schaffst du nie allein, das ist nicht möglich!" 

Immer wieder Anlauf nehmen, mit vollem Herzen los rennen...


Das Leben hat mit gezeigt, dass man Loyalität nicht kontrollieren kann. Egal wie gut du zu Menschen bist, es bedeutet nicht, dass sie dich genauso behandeln. Egal wie wichtig sie dir sind, es bedeutet nicht, dass sie dich genauso wertschätzen. Egal wie sehr du anderen vertraust, es heißt nicht, dass sie dein Vertrauen verdienen.

Umso schöner, Menschen wie euch zu kennen! :)

 


 


Donnerstag, 13. Juli 2017

Über Energieräuber und Giftsprüher...oder auch Update 5

Dieser Beitrag war nicht geplant. Er fällt absolut aus der Reihe der oben aufgereihten Themen. Weder geht es hier um Portugal noch um Meeresreisen oder Meer-Gedanken. Ja okay, vielleicht doch wieder ein Beitrag über Gedankengänge. Oder eher neue Erkenntnisse. Aber irgendwie passt er auch zum Thema Abenteuer Portugal 2017. Ach, ich lass ihn euch einfach selbst einordnen.

Meine Batterien sind leer. Mein Akku ist aufgebraucht und mein Körper musste mir dies erst mit einem Totalausfall deutlich machen. Ich bin müde. Weniger vom Job oder dem Alltag. Eher von den Menschen, mit denen ich mich, obwohl ich es versuche zu umgehen, immer wieder abgebe. Mit den negativen Menschen. Wir alle haben tagtäglich mit negativen Menschen zu tun. Ob es im Job, im Alltag oder beim Hobby ist. Es gibt immer mindestens eine Person, die allein durch ihre Anwesenheit dir deine ganze positive Energie raubt. Sie geben dir das Gefühl, dass du eigentlich nur weg rennen möchtest. Menschen, die in Selbstmitleid verfallen, manipulieren, lügen und schwätzen. In allem das Negative sehen und es auch noch ansprechen. Es uns regelrecht unter die Nase halten. Es liegt an uns, wie wir auf solche Menschen reagieren. Lassen wir uns von ihnen mitreißen, neigen wir dazu, selbst so zu werden.

Negative Menschen brauchen Drama, als ob es Sauerstoff wäre.


Wer mich kennt, weiß, dass ich ein recht positiv eingestellter Mensch bin. Das hab ich von meinem Dad. Der hat immer gute Laune. Ich weiß noch, wie er Morgens, als ich noch daheim gewohnt habe, im Bad stand. Mit so viel gute Laune, die hätte für 10 Töchter gereicht. Lachend und tanzend stand er vor mir. "Was ist denn los? Lach doch mal! Komm, wir tanzen eine Runde durch die Wohnung!" Als notorischer Morgenmuffel mein absoluter Alptraum. Im Nachhinein der schönste Wecker, den ich mir hätte wünschen können. Und ja, er hat mich stets zum lachen gebracht. Selbst 6:00 Uhr morgens vor einer 4 stündigen Mathe Klassenarbeit. Applaus für dich, Daddy!

Es gibt Menschen, die überall etwas suchen, was sie aufregt. Und solche, die etwas suchen, was sie inspiriert.


So langsam fehlt mir aber die Inspiration. Ich bin zu oft mit negativ eingestellten Menschen zusammen und unbewusst baut sich in mir diese notorische Unzufriedenheit auf. Etwas, was ich so von mir nicht kenne und wo ich dringend die Reisleine ziehen muss. Und das werde ich. Ich habe nun ein paar Tage eher Urlaub und bin in den nächsten Wochen nur mit Menschen verabredet, die mir gut tun. John zum Beispiel. Mein Tanz-Sonnenstrahl-Bär. Ich muss nur an ihn denken und bekomme super gute Laune. Open-Air Theater mit meiner Schwester, Abendessen mit meiner Blogger-Inspiration Surfbrettjesus alias Thomas.

Ich muss in Zukunft bewusst Abstand von denen nehmen, die mich mit Ihrer Art jedes Mal wieder runter ziehen. Härter sein, Konsequenzen ziehen und aufhören zu denken, ihre Art mit Verständnis und Mitgefühl ändern zu können. Ich brauche neue Energie von Menschen, die mir gut tun. Wer bei mir sein möchte, zeigt mir dies. Wer es nicht möchte, wird nicht länger Teil meines Lebens sein. Das mag egoistisch klingen, aber aktuell bleibt mir nichts anderes übrig. Ich merke, dass ich mich wieder selbst verliere. Und das MUSS ein Ende haben. Selbst wenn ich diese Personen bei Whatsapp, Facebook und Instagram blockieren muss. Gedanklich sind sie schon längst Opfer meiner Ziegelstein-Wurf-Attacken geworden. Aber natürlich nur gedanklich! :) 

Nicht jeder Mensch, den du verlierst, ist auch ein Verlust.


Noch 26 Tage und ich merke, es wird Zeit. Zeit für mich. Zeit, zurück zu finden. Zu meinem positiven Ich. Weit weg von Terminstress, dem Gerede und all den Katastrophen, die gar keine sind. Zurück zur portugiesischen Leichtigkeit. Stundenlang am Strand entlang laufen. Ohne Handy, ohne Uhr, ohne Termine, ohne alles. Vergesst nicht: 

There are good times and there are good times...


Und jetzt an alle negativ eingestellten Menschen: geht weg, ihr nervt :D 

Mittwoch, 5. Juli 2017

Pläne. Die Running Gags des Lebens...

Alles fing eigentlich damit an, dass sich mein Leben dazu entschied, andere Wege zu gehen. Andere, als ich es die letzten Jahre geplant hatte. Ein tiefer, gefühlt nie endender Fall aus meiner Wiege der Sicherheit führte zum Anfang meines persönlichen Neuanfanges. Ich habe nie an Schicksal geglaubt, aber was mir die letzten Monate widerfahren ist, lässt mich an Zufall nicht mehr richtig glauben. Irgendwas in diesem Universum hat einen Plan für jeden Einzelnen von uns. Und auch wenn wir die Wege, die wir manchmal gehen müssen, nicht verstehen oder sie unendlich weh tun, wir werden immer wieder auf den richtigen Weg gebracht. Auf UNSEREN Weg.

Ich glaube, wenn man einmal an seinem persönlichen Tiefpunkt angelangt ist und sieht, was es mit einem macht, fängt man automatisch an, sich zu Fragen "Will ich das?" Drei Wörter die einem unscheinbar vorkommen aber beim auseinander nehmen der einzelnen Wörter unheimlich viel auslösen.

WILL ich das?

Will ICH das?

Will ich DAS?


Nein. Ich WILL das nicht. ICH will das nicht und ich will DAS nicht. Bisher gestaltete ich meine Pläne immer nach dem Kopf. Nach der Vernunft. Nach dem, was der Gesellschafft gefällt und was "rein passt" Schule, Ausbildung, Job, Freund, Heirat, Kinder, Haus, gemeinsam alt werden. Im Nachhinein finde ich diesen "Plan" so unendlich langweilig. Alles ist so vorhersehbar. Vorhersehbar langweilig altbacken.

Es ist vielleicht nicht die einfachste Entscheidung, auf seine Gefühle zu hören, aber es ist immer die ehrlichste.


Wieso immer selbst alle möglichen Entscheidungen treffen statt mal dem Leben diese zu überlassen? Ich mein schließlich haben wir doch täglich genug Entscheidungen zu treffen. Helle Jeans oder dunkle Jeans? Mit dem Fahrrad oder der Bahn zur Arbeit? Belegtes Brötchen mit Käse oder Schinken? Zum Feierabend Sofa oder raus in die Natur? Abends Tatort oder Netflix? Heute Abend oder morgen früh Haare waschen? 


Das sind doch genug belanglose Dinge, die wir jeden Tag entscheiden. Wieso den Rest dann nicht dem Zufall widmen? Das mag kompliziert klingen, aber es ist mehr als einfach. Okay, es gehört ein Stück Mut und Leichtsinn dazu. Sobald man aber den inneren kleinen Hippi geweckt hat, ist es so leicht wie Butterbrot schmieren. 

Lasst mal mehr an uns selbst glauben.


Aber...manche Entscheidungen im Leben sind keine Entscheidungen. Auch wenn es für viele so scheint. Bei vielen Dingen geht es um die persönliche ethische Frage. Wenn man zu einer bestimmten Sache eine Grundeinstellung hat, gibt es keine Entscheidung zu fällen. Auch wenn es unheimlich viel Mut kostet. Belohnt wird man mit Leichtigkeit. Wenn man Leichtigkeit verschenken könnte, würde ich vielen Menschen etwas von meiner abgeben. Ich musste meine innere Leichtigkeit auch erst finden und mein kleiner Hippi in mir musste zum Leben erweckt werden. Vielen fehlt sie einfach.

Ich will keinen Mann mit einem perfekten Plan vom Leben.
Lieber´nen Spinner, der mit mir nachts schief singend durch die Straßen tanzt!


Du bekommst eine Abfuhr von einem Typen, weil er mit einer Sache, die dein Leben für dich entschied, nicht klar kommt? Du passt damit nicht in seinen Plan? Ja, is scheiße und tut weh. Aber dann war er wohl doch nicht so toll und das perfekte erste Date dann doch nicht so perfekt. Du bekommst deinen Traumjob nicht? Na wer weiß, was du für Kollegen gehabt hättest! Deine geplante Gartenparty fällt dank Dauerregen sprichwörtlich ins Wasser? Rückt näher zusammen, bekomm eine Dusche vom aufgestellten Pavillion und tanz mit deinen Lieblingsmenschen zu den Backstreetboys im Regen! Dich kann jemand nicht sonderlich gut leiden und lässt es dich immer wieder spüren? Tja, das ist sein Problem. Nicht deins. Nimms leicht, das sind alles belanglose Dinge, die nichts über dich oder dein Leben aussagen. Wie besingt es Bosse so schön in seinem Lied "So oder So":

"Das Leben ist bitter und süß wie Feigen
Du musst runterkommen und dich entscheiden
Zwischen hinterherrennen und gelassen
Ich mein' unverkrampft die Dinge kommen lassen"

Jeden Tag schreibt das Leben einen neuen, einzigartigen Tag für uns. Wir können nichts weiter tun, als ein wenig zu lenken aber sonderlich viel Einfluss haben wir nicht. Zum Glück!

Und hier mein obligatorischer Abschlusstipp: plant weniger, weckt euren inneren kleinen Hippi und lasst ihn durch euer Leben tanzen. Wer weiß, wem ihr alles begegnet, was ihr erlebt und wie schnell ihr lernt, dass Veränderungen zwar Mut kosten aber ihr mit Leichtigkeit belohnt werdet. Und jetzt...

Schuhe aus und ab ans Meer!


Und hier noch der Link zum Song. An machen, laut aufdrehen und los tanzen!

Dienstag, 27. Juni 2017

Update 4 - Abenteuer Portugal 2017

Ich sagte doch, ich werde surfen...


41 Tage noch. Davon 28 Tage arbeiten. Die Zeit vergeht wie im Flug. Am 17. Januar diesen Jahres waren es 203 Tage bis zum Abflug und nun ist die Zeit so gut wie ran. Im Januar dachte ich noch..."Oh shit, das dauert noch eeewig bis ich los kann!"

Unrealistische Dinge sind voll mein Ding.


Und hier die absolute Top Nachricht dieses Beitrages: Ich habe jegliche Okays von meinen Ärzten. Ich werde also surfen dürfen. Natürlich nur, solange es mir gut geht und ich mich wohl fühle. Laut der Aussage meines Docs, müsse ich mich kaum einschränken lassen. Das Wichtigste sei nur, das ich mich nicht überschätze und mir ausreichend Erholungsphasen gönne. Na also das wird ja wohl das kleinste Problem sein...Hängematte, ich komme!!!

Die letzten Wochen habe ich noch ein paar Änderungen in meinem ersten Teil der Reise vorgenommen. Ich habe nun statt ein AirBnB, ein Hostel in Coimbra gebucht. Moderner Altbautraum! Zwar ein 8-Bett-Damenschlafsaal, dafür 15 Euro billiger, inklusive Frühstück und Check In rund um die Uhr. Im AirBnB war dieser erst nach 19 Uhr möglich und die Treppen bis auf den Berg, wo das Haus lag, für mich Nicht-Sportskanone und 20 Kilo auf dem Rücken der reinste Alptraum. Zum Glück ist das alles so recht einfach mit dem stornieren.



Eine weitere Änderung gab es nur noch bei meine Sitzplätzen bei den Flügen. Mehr Beinfreiheit, nicht an den Tragflächen und stets am Fenster. Und das alles umsonst (naja, was heißt "umsonst"...die Flüge waren schließlich teuer genug...).

Pausen nach dem Sport sind wichtig. Ich mache immer so 8 bis 10 Monate...


Von meinem geplanten Fitness-Yoga-Surf-Vorbereitungskurs habe ich bisher folgendes geschafft: Nichts. Fast ein Jahr Zeit und nichts gemacht außer mich auf die Nase gelegt. Das nenne ich Zielstrebigkeit! Ich freue mich bereits jetzt, wie ich nach der Erwärmung halb tot und jammernd im Sand liege und den ersten Tag mit Muskelkater mich über meine eigene Unsportlichkeit ärgere. Jedes Jahr das Gleiche. Drei Jahre Portugal, jedes Mal der Satz "Dieses Jahr bereite ich mich richtig gut vor!" und nach 2 Tagen surfen der Spruch "Shit man, ich hätte wirklich mal was tun sollen. Mir tut alles weh!"

Aber im Grunde ist es doch egal. Ob nun vom surfen oder vom lachen. Muskelkater werde ich so oder so haben!

Die nächsten Wochen steht noch einiges an. Mein eigner Geburtstag, die Schuleinführung meines Neffen (Nicht-Basteltalent-Lisa hat sich freiwillig als Zuckertütenbastlerin gemeldet...Moritz, es tut mir bereits jetzt Leid!!!) und so manch wundervolle Sommerabende an der Elbe. Mein Lieblingsfischkopp wird mich am Wochenende endlich besuchen und diesmal meine Herzensmenschen kennen lernen. Ich freu mich sehr auf die nächsten Tage und Wochen. Genießt den Sommer und hört auf, euch über die Hitze zu beschweren! Denn...

dieser Sommer wird wundervoll!






Dienstag, 20. Juni 2017

Wenn anderen mal wieder langweilig ist...

Leute erfinden Geschichten neu, weil ihnen die Wahrheit zu unspannend und/oder ihr eigenes Leben zu langweilig ist. Sie reden über Dinge, von denen sie keine Ahnung haben um selbst interessant zu bleiben. Bilden sich Meinung von Situationen, in denen sie selbst nie waren und vermutlich nie sein werden.

Wer alles mit einem Lächeln beginnt, dem wird das Meiste gelingen...


Ich weiß aus Erfahrung, wie es ist, wenn andere Leute denken, mein Leben besser zu kennen als ich selbst. Ich finde es verblüffend, wie die unterschiedlichsten Gerüchte entstehen und sich wie ein Lauffeuer verbreiten. Heute kurz mit einem Freund Salsa getanzt und morgen wird schon von Hochzeit und Kindern geredet. Beim Pfandflaschen weg bringen gesehen und ruck zuck bin ich pleite und muss Flaschen sammeln. Dabei bin ich einfach immer zu faul, sie weg zu bringen. So lang, bis ich keinen Platz mehr für neue Wasserkästen habe. Mein Hund heult kurz auf, sobald er allein ist. Die Schlussfolgerung, dass er misshandelt wird und der Tierschutz informiert werden muss, ist so klar wie Omas Hühnerbrühe. Logisch. Was sonst. Das ist mein Hobby. Ein Glas Wein zum Mittwoch Abend mit meinen Freunden im Pub? Alkoholikerin! 

Alle wollen individuell sein, aber wehe jemand ist anders!


Vermutlich ist auch das der Grund, warum ich aktuell einige Veranstaltungen in Dresden meide. Sehen und gesehen werden. Abgescannt werden. Neuen Tratsch austauschen und verbreiten. Schief angeschaut werden, weil vielleicht die Schuhe heute nicht zum Outfit passen. Mir ist das sowas von egal. Und wenn ich eben der Meinung bin, meine Chucks passen gerade zu meinem schwarzen Kleid. Dann ist das so. Kann anderen doch sowas von am Ar*** vorbei gehen. Puh...meine Güte. Was ist los? Gibt es gerade nichts Spannenderes? Nichts, was denjenigen mehr bewegt? Mir gehts gut und dass ist das, was MIR wichtig ist :) 

Meer ist nicht die Antwort. Aber man vergisst dort die Frage.


Letztes Jahr gab es für mich einen Moment, in dem mir klar wurde, dass es absolut egal ist, was andere denken, reden oder tun. Ich war in einer meiner persönlich schwersten Zeit, die ich bis dahin hatte. Ich lief in Portugal am Strand entlang, genoss die Sonne und das Meeresrauschen. Ich setze mich auf eine Felsvorsprung, der aus dem Meer ragte und schaute raus. Und da war es. Dieses Gefühl der absoluten Zufriedenheit. Ich war noch nie so sehr bei mir und noch nie so entspannt. Und genau das ist es doch, was zählt. Unsere innere Zufriedenheit. Und nicht die der anderen. Wenn wir mit uns selbst im Reinen sind, kann es doch egal sein, wer heut mal wieder dies oder das über einen erzählt.

Ich bin kein Mensch, der öffentlich ausrastet oder mal die Fassung vor anderen verliert. Ich möchte mich hier auch nicht beschweren. Sondern euch einen Rat geben: hört auf, euch in andere Leben einzumischen und legt den Fokus darauf, mit euch im Reinen zu sein. Lasst die anderen reden und seid besser als sie. Und das ist so wunderbar leicht! Und wie sagte einst Dalai Lama...

Lass das Verhalten Anderer nicht deinen inneren Frieden stören.

Montag, 29. Mai 2017

Update 3 - Abenteuer Portugal 2017

Noch knapp 2 Monate...



Wow, unglaublich wie die Zeit vergeht. 71 Tage noch und der in Dresden endlich angekommene Sommer verkürzt und versüßt die Zeit bis zum Abflug noch mehr.

Wie einige vielleicht von euch wissen, dachte ich mir vor zwei Wochen, es wäre mal Zeit, mir noch ordentlich weh zu tun, bevor es los geht. Auf dem Weg zur Arbeit hatte ich einen...nunja, sagen wir "leichten" Unfall mit meinem Motorroller. Der nun sechste und bisher schlimmste mit dem "Unfallroller". Ich hatte Glück im Unglück. Bis auf eine Gehirnerschütterung, eine Beckenprellung, einen verstauchten Knöchel, einen Ellenbogen, der alle Farben des Regenbogens zeigt, und ein paar Blutergüsse bin ich glimpflich davon gekommen. Falls es tatsächlich so etwas wie Schutzengel gibt, hier ein Dankeschön an euch. Das hätte alles viel viel schlimmer ausgehen können. An den Unfall selbst kann ich mich nicht erinnern. Es ist wie ein schwarzes Loch im Kopf. Mein Arzt meinte, es könnte passieren, dass die Erinnerungen zurück kehren. Aber irgendwie brauch ich das nicht unbedingt. Sollen sie verschollen bleiben!

Sometimes memories don´t return. And that's good.


Das Resümee des Unfalls war eine Nacht im Krankenhaus voller Schmerzmittel, angeschlossen an den Tropf und an ein Blutdruckmessgerät, welches die ganze Nacht gepiept hat (ich hab ständig zu niedrigen Blutdruck, deswegen alle 30 Minuten ein lautes, penetrantes PIIIIIIIEP PIIIIIIIEP PIIIIIIIEP), zwei zerschnittene Jacken (darunter mein Lieblingsblazer aus London, dem ich sicherlich noch ewig nach trauere) und das aller Schlimmste: die Empfehlung, dieses Jahr aufs Surfen zu verzichten.

Da ist er also eingetreten. Mein persönlicher Super-Gau. Portugal ohne Surfen. Das ist wie Shoppen ohne etwas zu kaufen. Wie ein veganes Schnitzel. Wie mein Kaffee ohne Milch. Wie ich ohne meinen Hund. Irgendwas fehlt und weil es fehlt, ist es scheiße. Sorry für meine Wortwahl, aber an dieser Stelle ist es absolut okay, mal zu fluchen und Scheiße zu schreiben. Ich fluche sowieso ständig. Also warum nicht auch mal im World Wide Web. Und aktuell ist meine Fluchquote sicherlich um mindestens 70% angestiegen.

Zur Hölle mit Umständen! Ich kreiere Möglichkeiten!


Zwei Wochen am Strand liegen und zu schauen, wie meine kleine Gang sich auf die Bretter schwingt, während ich mir sicherlich mal wieder einen Sonnenbrand hole? Nur zum baden ins Wasser gehen? Zusehen, wie alle tolle Fortschritte machen? Meinen Neoprenanzug daheim lassen und ihn nicht so unsexy wie nur möglich an- bzw. ausziehen? Wo bleibt da der Spaß?

Sei realistisch. Plane ein Wunder.



Alles, was mir jetzt noch übrig bleibt ist, meinen Ellenbogen zu schonen bzw. schön zu trainieren. Damit er wieder fit wird. Schließlich ist es eine ärztliche Empfehlung. Keine ärztliche Anordnung. Zwar habe ich den Surfkurs vorerst storniert aber ich werde sicherlich nicht nur zuschauen. Dafür bin ich zu ehrgeizig und zu sehr ins Surfen verliebt. Ich werde das schaffen. Ich werde dieses Jahr auf dem Brett stehen. Komme, was wolle:

Ich werde surfen!


In diesem Sinne...lasst euch von nichts runter ziehen. Auch wenn es für den Moment scheinbar unmöglich erscheint. Es gibt so viele gute Gründe, glücklich zu sein. Sucht euch einfach einen aus und schaut dabei nicht auf die Steine, die euch im Weg liegen.  



Dienstag, 9. Mai 2017

Update 2 - Abenteuer Portugal 2017

Es ist Land in Sicht...


91 Tage noch, ich bin endlich unter der 100 angelangt. Es ist schon fast Mitte Mai und die Zeit vergeht wie im Flug. Heute auf den Tag genau in knapp 3 Monaten bin ich bereits in Porto und die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.

Mein Hotel in Peniche habe ich noch einmal umgebucht. Irgendwie wurde mir beim Gedanken, 5 Kilometer, einer Laufzeit von 50 Minuten bei vermutlich 30 Grad im Schatten und 20 Kilo auf dem Rücken, über die Halbinsel zu laufen schlecht. Deswegen habe ich mich nun doch für ein typisches Backpacker Hostel in der Nähe des Hafens entschieden und kein Hotel am Ar*** der Welt. Alle anderen AirBnB´s und Hostels auf meiner Reise sind geblieben.

Vielleicht geht es im Leben auch darum, die Träume zu verfolgen, die niemand außer man selbst sehen kann.


Letzte Woche ging es nach Chemnitz, ins Decathlon. Mein Reisebegleiter, Mister "Quechua Symnium 70 +10 Liter", ist nun fester Bestandteil meiner Reise. Mit ihm werde ich die vielen Kilometer zurück legen, ihn auf- und absetzen, ihn verfluchen weil er so schwer ist (oder eher mich, weil ich zu viel eingepackt habe) und ihn fast täglich durch die Gegend tragen. Die Beratung im Decathlon war super. Mir wurden die verschiedenen Modelle gezeigt, ich konnte alle vollbeladen "an"-probieren und ordentlich auseinander nehmen. Am Ende fiel die Wahl nicht nur wegen der wunderbaren Farbe auf ihn, sondern auch wegen seiner vielen tollen Vorteile. Im Gegensatz zu manch anderen Trekkingrucksäcken lässt er sich von oben, vorn und sogar von unten packen, was auf Backpackingtouren sehr praktisch ist. Der Hüftgurt ist gelenkig konstruiert, was mehr Bewegungsfreiheit bietet. Zudem besitzt er eine extra Tasche, was mir eine zusätzliche Tasche und somit Gewicht erspart. Ein extra abgetrenntes Bodenfach lässt sich super als Stauraum für meinen Neopren Anzug nutzen.





Zudem gab es zwei neue Strandbadetücher, die ich nur empfehlen kann. Im Gegensatz zu anderen normalen Handtüchern sind sie super klein aber ausgebreitet richtig groß und dank des Materials (Polyester) schnelltrocknend. Mit einem Maß von 1,10m x 1,75m hat das XL-Tuch gerade mal ein Gewicht von wenigen hundert Gramm und ist ruck zuck in einer kleinen Seitentasche verstaut.

Reisen ist die Sehnsucht nach dem Leben.


Auf meinem 4 Monatskalender auf Arbeit sehe ich schon den August. Die Zeit vergeht so schnell und die Vorfreude steigt mit jedem Tag. Vielleicht ist es auch das Meerweh, dass Stück für Stück wieder zurück kehrt. Oder die Lust auf das Abenteuer. Mein Abenteuer 2017. Es ist unheimlich viel, was noch ansteht bevor es los geht. Geburtstage meiner Familie, mein eigener im Juli inklusive fetter fetter (ja, doppelt, weil es wirklich richtig fett wird) Party, der Schuleingang meines Neffen, Gartenpartys und jegliche andere Großveranstaltungen. Der 8. August wird schneller da sein, als ich es erwarten kann und der Monat in Portugal wird sich hoffentlich genau so lang anfühlen, wie ein Monat hier zuhause. In diesem Sinne noch ein schlauer Spruch zum Schluss...

Wenn man es träumen kann, kann man es auch machen.